„Jede Person hat, ausgehend von ihrem Klan, das Recht auf einen Teil des Waldes. Wir treffen Entscheidungen über unser Territorium im Konsens und teilen das Geld, das wir mit dem Fällen der Bäume verdienen, unter uns auf. Wenn die Nationalparkhüter kommen, vertreiben wir sie.“ Antonius vom Stamm der Dani, Nationalpark Lorentz, UNESCO Welterbe.

Trotz der Abgeschiedenheit entwickelt sich Wamena mit rasender Geschwindigkeit. Alle Konsumgüter werden per Flugzeug eingeflogen, bis hin zu den Fahrzeugen und dem Treibstoff. Die Preise für Nahrungsmittel und Transport sind daher deutlich höher als in anderen Teilen Indonesiens.

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DIE AUSSTELLUNG

Paradise Lost? Ist ein langfristiges anthropologisches und fotografisches Projekt, das das Ziel verfolgt auf die sozialen und umweltbezogenen Fragen aufmerksam zu machen, die für die indigenen Bevölkerungsgruppen an einem der abgelegensten Orte der Erde – West-Papua in Indonesien – aufgrund der Globalisierung und Marktwirtschaft entstehen.

Papua beherbergt eine außergewöhnliche biologische Vielfalt und blieb Jahrtausende lang isoliert, weit entfernt von den gesellschaftlichen Einflüssen der restlichen Welt.

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Seine endlosen Wälder, seine Berge, die höchsten in Südostasien, und die riesigen Flüsse haben das indonesische Papua lange vor fremden Einflüssen bewahrt.

Die Abgelegenheit der Insel hatte es lange möglich gemacht, den drittgrößten tropischen Regenwald zu schützen. Etliche Spezies sind endemisch und jede wissenschaftliche Expedition bringt neue zoologische und botanische Erkenntnisse. Der tropische Papua-Regenwald stellt deshalb eine Schatzkammer der Biodiversität dar und ein Ökosystem vom unschätzbaren Wert. Doch dieses ökologische Paradies ist gefährdet, denn Indonesien ist Weltmeister in der Entwaldung.

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Technische Daten

30 Fotografien auf 30 Tafeln
8 erklärende Tafeln
1 audiovisueller Bildschirm

Die Ausstellung kann leicht auf- und abgebaut werden.

Alle Technische Infos

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DAS TEAM

Aus dem Blickwinkel eines außenstehenden Beobachters, doch mit einer tiefgründigen Kenntnis der Region und einer soliden Ausbildung in Sozialwissenschaften und Anthropologie, dokumentieren Antoine Lemaire und Carole Reckinger den Einfluss von Globalisierung auf die indigenen Bevölkerungsgruppen in Papua seit 2008. Sie haben von 2009 bis 2010 in Papua in einer NGO zum Schutz von Menschenrechtlern gearbeitet. Trotz zahlreicher Einschränkungen für Forscher und Journalisten, fahren sie regelmäßig nach Papua zurück.

www.indigenous-partnerships.org

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